Meisterschaften
Kunstturnen Ligafinale
VfL Oker 1 erneut Meister – VfL Oker 2 Vizemeister
Es wurden spannende Duelle im Kampf um die Meisterschaft erwartet, niemand ahnte jedoch im Vorfeld was für ein Krimi es letztlich werden sollte.
Sowohl die Mannschaft VfL Oker 1 in der Landesliga, als auch die 2. Mannschaft in der Landesklasse 2 hatten sich in 3 Vorrundenwettkämpfen als jeweils Zweitplatzierte für das große Finale um die Meisterschaft in Mettingen qualifiziert.
Den Auftakt machte das zweite Team, der Gegner, Bremen 1860 marschierte souverän und ungeschlagen durch die Vorrunde und galt als klarer Favorit. Teamtaktiker Robin Rönnecke analysierte im Vorfeld Stärken und Schwächen des Kontrahenten um in den Mann gegen Mann Duellen im Scoresystem optimal zu setzten.
Am Startgerät Boden machte er die einzig sichtbare Schwäche der jungen Bremer Truppe aus, hier war fest eingeplant Scores auf die eigene Seite zu ziehen um früh in Führung zu gehen. Und der Plan sollte vollumfänglich aufgehen. Im ersten Duell wurde mit Eric Siebenhaar einer der besten Bodenturner der Liga ins Rennen geschickt, der seinem Gegner Phelan Klettke keine Chance lies und die ersten 3 Scores für Oker verbuchte. Die anschließende Begegnung war ein Generationenduell. Andre Volkmar, gewohnt routiniert und elegant gewann ebenfalls 3 Scores gegen seinen 20 Jahre jüngeren Gegner Amin Labioth. Danach legte auf Bremer Seite Topscorer Dmytro Pordorvan vor, er war am Boden der Einzige, der hätte Punkte auf die Seite der Hansestädter ziehen können. Jedoch stürzte er gleich in der ersten Bahn beim Salto vw. gestreckt mit Schraube. Robin Rönnecke nutzte die Gelegenheit mit einer blitzsauberen Übung inklusive Standbonus in der Abschlussbahn zu weiteren 3 Scores. 9:0 nach Boden – der Auftakt lief mehr als nach Plan. So punkteträchtig sollte es dann für das Team jedoch nicht weitergehen, Bremen lies sich von dem klaren Rückstand nicht verunsichern und konterte am Pauschenpferd, wo sie in Schwierigkeit und Ausführung klare Vorteile hatten. Im ersten Duell verlor Jannis Volkmar 3 Scores während Rönnecke seinen Gegner in Schach halten und ein unentschieden erzielen konnte. Danach verlor auch Tim Brömer 3 Scores, so das Bremen nach dem zweiten Gerät auf 9:6 verkürzte. Eine sehr anspruchsvolle und saubere Übung von Eric Siebenhaar an den Ringen waren ein guter Auftakt, der dem VfL 2 Scores sicherte. Danach drehte Bremen wieder auf und zog jeweils 3 Scores durch Phelan Klettke und Dmytro Pordorvan gegen Jannis Volkmar und Robin Rönnecke zur knappen erstmaligen 12:11 Führung in der Halbzeit. Am Sprung neutralisierten sich beide Teams, zunächst gingen 2 Punkte im Duell Amin Labioth – Leon Müller nach Bremen, anschließend steuerte Andre Volkmar gegen Mats Kahrs 2 Zähler auf Okeraner Seite. Das dritte Duell Siebenhaar – Pordorvan war das Topduell in dem beide einen Tsukahara präsentierten. Die etwas höhere Schwierigkeit auf Bremer Seite wurde dabei durch bessere Ausführung auf Okeraner Seite zu einem 0:0 umgewandelt. Weiter ging es an den Barren. Hier eröffnete Kian Nugent für Bremen, musste bei seiner Übung einen Sturz in Kauf nehmen was wiederum mit einer blitzsauberen Übung von Jannis Volkmar zu 3 Scores für Oker führte. Danach kam es zum dritten Mal zum Duell Pordorvian – Rönnecke und 2 Bremer Scores. Da Eric Siebenhaar erneut seinem Gegner ein Unentschieden abtrotzen konnte ging der Barren knapp mit 3:2 an Oker und es stand vor dem letzten Gerät 16:16. Am Reck lag der Vorteil dann eindeutig auf Bremer Seite. Die Hoffnung, dass das junge Team vielleicht Nerven zeigt erfüllte sich nicht. Trotz guter Leistungen durch Andre Volkmar, Eric Siebenhaar und Ralf Fricke reichte es nicht und es flossen 8 Scores Richtung der Hansestädter zum 24:16 Sieg. Trotz der Niederlage zeigte sich das Team VfL Oker 2 zufrieden den Wettkampf so lange gegen den Favoriten offengehalten zu haben und freute sich über die Vizemeisterschaft. Mit jeweils 5 erzielten Scores konnten sich Eric Siebenhaar und Andre Volkmar über den 2. Platz in der Topscorerliste freuen.
Wer dachte, dieses spannende Duell könnte nicht mehr getoppt werden, sah sich jedoch getäuscht.


