Neujahrs-Turnier des TTC Hattorf: Überzeugende Auftritte der Youngsters
Traditionell ist die Teilnahme des VfL Nachwuchses beim Tischtennis-Neujahrs-Turnier des TTC Hattorf. So waren wir auch 2012 wieder vor Ort. Die Ergebnisse waren durchweg positiv und lassen auf eine gute Rückrunde unserer designierten Leistungsträger hoffen.
Schüler A:
Am ersten Samstag des noch jungen Jahres 2012 gingen Jonas Hundertmark, Mert Gültepe und Christoph Willeke ins Rennen. Mit 50 Teilnehmern hochklassig besetzt, wurde es gerade für unsere B-Schüler eine Standortbestimmung ihres Leistungsvermögens. Dass der Sprung aus der Gruppe noch eine zu hohe Hürde war, konnte man schon vor Turnierbeginn befürchten, somit konnten beide ohne Druck aufspielen. Dass für Jonas und Mert jeweils ein Sieg heraussprang, ist neben dem positiven Gesamteindruck, den sie hinterlassen haben, eine Bestätigung ihrer letzten Trainingsleistungen. Besonders Neuzugang Jonas, der seit seinem Wechsel eine konstant hohe Trainingsfrequenz aufweisen kann und klar spürbare Verbesserungen in Technik, Spielaufbau und Bewegungsablauf an den Tag legt, hat bewiesen, dass der VfL erneut - wie vor Jahresfrist - ein großes Talent in seine Reihen bekommen hat.
Eben jenes Talent gehörte in seiner Stammaltersklasse zum Kreis der Turnierfavoriten. An Position 4 gesetzt, spielte sich Christoph souverän aus der Gruppe heraus. Als er im ¼ Finale Niedersachsenligaspieler Thomas Ruhnke, dem er im Vorjahr noch klar unterlag, mit 11:1, 11:2 und 11:5 aus dem Turnier feuerte, hatte er schon eine Pokal sicher. Dass allerdings im Halbfinale mit Hüseyin Özdemir vom MTV Goslar sein Angstgegner schlechthin auf ihn wartete, sorgte neben den Kommunikationsschwierigkeiten mit seinem Coach dann allerdings für erhöhte Nervosität beim Harlingeröder Nervenbündel. Jeweils zum Teil klare Führungen nicht durchbringend, gingen somit alle drei Sätze an den Ex- VfL´er und für Christoph blieb, nach dem vorherigen Verlauf des Turniers ein eher unbefriedigender Platz 3, da Turniersieger Noah Schieß vom TTC Gifhorn an diesem Tag für Christoph wohl kein Problem gewesen wäre. An der Seite von Noah konnte er sich allerdings den Doppeltitel sichern und im Finale die Salzgitteraner Kombination Wilke / Landskron besiegen.
Schüler B:
Bei den B-Schülern gingen Jonas und Mert an den Start. Auch hier war das Teilnehmerfeld mit rund 40 Teilnehmern nicht nur gut gefüllt, sondern auch stark besetzt. Trotz mehr als 10 Gruppen sprang kein Setzplatz heraus. Jonas und Mert konnten die an drei und vier gesetzten ihrer Gruppe jeweils glatt besiegen und mussten im letzten Gruppenspiel gegen die Gruppenköpfe ran. Mert war früh fertig und konnte sich mit 3x 3:0 den Gruppensieg sichern. Jonas, der nach 2x 3:0 nachziehen musste, hatte mit Tim Klinke einen ihm bekannten Spieler vor der Nase. Er führte bereits mit 2:0 und 10:6 und musste einen unerklärlichen Einbruch akzeptieren, der ihn bis zu einem 10:11 im fünften Satz zurückwarf. Sich mit Ach und Krach auf seine Stärke besinnend, konnte er allerdings doch noch gewinnen. Sicherlich lässt sich der Einbruch mit dem Mangel an Wettkampfpraxis erklären, war doch, wenn man die Kreismeisterschaften außer acht lässt, im Frühjahr 2011 sein letztes Pflichtspiel. In der Runde der letzten 16 war dann für Mert überraschend Feierabend, gegen einen Gegner, der grundsätzlich schlagbar gewesen ist, aber Mert sein Können in diesem Spiel nicht abrufen konnte. Gegen C-Schüler Landesmeister Jakob Koch war für Jonas dann im Viertelfinale Endstation. Mit Platz 5. und 9. können beide allerdings hoch zufrieden sein. Vor allem auch positiv zu erwähnen ist die Leistung im Doppel, gegen die an zwei gesetzte Kombination Koch / Waldmann hatten sie im ¼ Finale im 5ten Satz beim Stand von 10:7 sogar drei Matchbälle, scheiterten aber leider dennoch unglücklich mit 11:13.
Männliche Jugend offen:
In dieser Klasse ging Christoph ins Rennen. Mit „ nur “ rund 30 Spielern war das Feld nicht so breit besetzt wie in den anderen Klassen, dafür allerdings extrem tief. Zahlreiche ( Ex- ) Niedersachsenligaspieler und Spieler die bereits in höheren Herren Bezirksklassen antreten tummelten sich in den knackig besetzen Gruppen. Auch hier reichte es wie bei den B-Schülern nicht mal für einen Setzplatz. Souverän löste Christoph seine Pflichtaufgaben gegen die an drei und vier in seiner Gruppe eingestuften Spieler und konnte, schon für die nächste Runde qualifiziert, gegen Gruppenkopf Leon Oppermann befreit aufspielen. In den ersten 2 Sätzen mit dem an seinem Tisch ( natürlich nicht ) rutschigen Boden hadernd, wurde er schnell mit 0:2 in Rückstand geschossen. Ein kleiner Griff in die Trickkiste sorgte dann für festen Stand ( mehr im Kopf als am Boden –was aber in Christophs Falle schon reichlich ausmacht ). Trotzdem startete Satz drei unglücklich und auch hier hieß es nach sieben Bällen 1:6. Doch nun griff die in letzter Verzweiflung vorgegebene Taktik. Christoph spielte dem sehr großen Oppermann mit sicherer Präzision die Bälle ausschliesslich in den Körper bzw. auf den Wechselpunkt, was den Hattorfer Herren 1. BK Spieler sichtbar überforderte. Christoph konnte das Spiel somit noch drehen und mit 3:2 den Gruppensieg eintüten. Nach Freilos in Hauptrunde 1 und wenig spektakulärem Spiel im Achtelfinale wartete im Viertelfinale wieder mal Hüseyin Özdemir auf Christoph. Dieses Mal stimmte aber die Kommunikation zwischen ihm und mir und ein Spielplan wurde gemeinsam entworfen.
Nachdem Christoph das Spiel mit 3:2 gewinnen konnte, ging es weiter in die nächste Runde. Im Halbfinale wartete dann der Topgesetzte Carsten Ruhnke. Die Nr. 1 der Herren Bezirksliga wurde aber nicht zur völlig unüberwindlichen Hürde, Christoph hielt sehr gut mit, musste aber trotzdem zum Sieg gratulieren. Wie bei den A-Schülern konnte er den Pokal für Platz 3. einkassieren, dieses mal allerdings hochzufrieden.
Im Doppel trat Christoph mit Hüseyin Özdemir an. Ohne wirklich eingespielt zu sein, ergänzten sich die beiden nahezu perfekt. Höhepunkt war sicherlich im Halbfinale der Sieg gegen die Kombination Hensel / Oppermann, was eine absolute Topleistung war. Besonders da dieser Sieg nicht glücklich zustande kam, sondern aktiv und intelligent von den beiden A-Schülern herausgespielt wurde. Erst im Finale waren die beiden Einzelfinalisten S. Peters / C. Ruhnke eine Nummer zu groß. Aber auch das perfekt eingespielte Doppel brachten die beiden Youngsters in vielen Ballwechseln zur Verzweiflung, womit trotz der Niederlage man der Erkenntnis reicher wurde, das die Doppelkombination Hüseyin / Christoph mit ein bisschen Einspielen kaum zu besiegen sein dürfte.
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