VfL Oker - SV Rammelsberg 1:2 (1:1)
Wohl mit etwas Pech für den VfL Oker und einer glücklichen Freistoßsituation für den SV Rammelsberg wurde ein sehr emotional geführtes Stadtderby technisch brillant durch ein Freistoßtor in der 87. Spielminute entschieden. Danach bekamen die Zuschauer zum Abschluss noch rund 7 Spielminuten (incl. Nachspielzeit) voller Dramatik zu sehen, aber am Ergebnis änderte sich eben nichts mehr. Die auf dem Kunstrasen ausgespielte Partie imponierte mit hohem Tempo und Einsatz, verschwieg aber keinesfalls die aktuellen Probleme beider Mannschaften besonders in der Defensive und dem "Spielaufbau".
In Halbzeit Eins sah man den VfL mit dem wohl etwas besseren Start, ohne aber eine echte Torgefahr auszustrahlen. Die aber konnten dann die Gäste so zwischen der 15. und 35. Spielminute " beweisen und zwangen VfL-Keeper Jäger auch zu zwei, drei Glanztaten, um einen möglichen Rückstand zu verhindern. In der 43. Spielminute dann der etwas überraschende Führungstreffer der Gastgeber, nachdem man die Gäste doch nur nach Standardsituationen unter Druck setzen konnte. Nach Fehler in der SV- Defensive "verdaddelte" zunächst Timur Abali gegen Gäste-TW Medefind, der "beschenkte" aber Abali mit unglücklichen Aktion zur zweiten Chance, die er dankend annahm. Die Emotionen über den Führungstreffer bzw. dem Rückstand waren noch nicht "verraucht", da ließ VfL-TW Jäger praktisch im Gegenzug eine eher harmlose Flanke vor die Füße von Felix Goerz fallen und die Rammelsberger waren schnell wieder "im Spiel".
Die zweite Halbzeit gehörte optisch den Okeranern, aber zu viele Fehler im Aufbau bzw. im genauen Abspiel verhinderten einen möglichen Führungstreffer und so verteidigten konditionell nachlassende Gäste recht erfolgreich das zwischenzeitliche Unentschieden. Die in der weiteren Hektik aufkommende Foulspiele ließen Schiedsrichter Florian Cacalowski (Semmenstedt) immer mehr in den Blickpunkt rücken. Hielt er sich gegenüber den Spielern mit "Gelben Karten" wohl eher noch zurück, musste Gästetrainer Schuller nach "massiven Gesprächsbedarf" mit dem Schiedsrichtergespann die Coachingzone verlassen. Eigentlich des Sportgeländes verwiesen, durfte er nach zweiter Rücksprache das Spiel von "entfernter Stelle" weiter verfolgen ... Auch noch nicht erlebt, aber mit der zusätzlichen Ankündigung einer saftigen Geldstrafe für ihn hatte es in dieser höchst emotionalen Stufe doch schon etwas Witziges (... oder Lächerliches). Auch Schiedsrichter sind nur Menschen und wurden nun weiterhin "geprüft", besonders die 76. Spielminute wurde es noch richtig interessant, da nach Foul an Abali "Schiri" Cacalowski zunächst auf Elfmeter für den VfL Oker entschied, aber nach Rücksprache mit seinem "Linienmann" auf Freistoss vor der Strafraumgrenze entschied. Und hier entstand wohl der entscheidende Unterschied zwischen den Mannschaften an diesem Abend, während Raik Dähling incl. Nachschuss an der Gästeabwehr scheiterte, überwand Alexander Duda später die VfL-Mauer und TW-Jäger mit tollem Kunstschuss Richtung rechtem Tordreieck zur Entscheidung.
Tore:
1:0 (43. Abali), 1:1 (45. Goerz), 1:2 (87. A. Duda)
VfL Oker:
Jäger - Ahrens, T. Bittner, Harms, Rowold, Fricke, Dähling, Luer, Ülzmann (74. Hoke), Abali, Ebeling (82. Wilke)
SV Rammelsberg:
Medefind - Vetter, Goerz, Fritsche, Swaryczewkski (89. Lattermann), Rewitz, A. Duda, Lindemann, Düber, Herbst, Bodenstein (79. L. Duda)
Gelbe Karte:
VfL Oker - Abali, Ülzmann, Ebeling, Dähling
SV Rammelsberg - Rewitz, Vetter
Bes. Vorkommnisse:
Gästetrainer Kenneth Schuller wird aus dem "Innenraum" verwiesen (62.)
Schiedsricher:
Florian Cacalowski (Semmenstedt), Jakob Ahlrichs, Lukas Lagemann
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