SVR wird zum Aufbaugegner
VfL Oker erreicht durch 5:0-Sieg beim Nachbarn die nächste Runde - Voß-Treffer löst die Bremsen
Der VfL Oker ist nach seinem 5:0-Sieg beim SV Rammelsberg der einzige Vertreter des Kreises Goslar im Achtelfinale des Fußball-Bezirkspokals, da die TSG Bad Harzburg gegen den BSV Ölper 2000 scheiterte. Beim trainerlosen Landesligisten wird Ex-GSC-Coach Goran Barjaktarevic eventuell als Berater einsteigen.
Balsam für geschundene Seelen: Durch einen 5:0 (3:0)-Sieg beim SV Rammelsberg erreichte Landesligist VfL Oker gestern Abend das Achtelfinale im Bezirkspokal. Interimstrainer Andreas Gellhaus feierte damit einen Einstand nach Maß.
"Die Spieler haben gezeigt, dass sie wollen", sagte Andreas Gellhaus. "Die Verunsicherung war am Anfang noch zu spüren, am Ende haben wir aber deutlich weniger Fehler gemacht als Rammelsberg." Zunächst hatte es nicht danach ausgesehen, dass der SVR zum Okeraner Aufbaugegner würde. Die Gastgeber kamen vor 217 zahlenden Zuschauern zu drei guten Chancen, vergaben aber. So auch in der 25. min, als Alexander Haas freistehend das Leder am Kasten vorbeijagte.
Besser machte es im Gegenzug der VfL, der nach einem Eckball durch Benjamin Voß im dritten Nachfassen zur Führung kam. Dieser Treffer löste bei den Okeranern die Bremsen, die nun mit einer ganz anderen Körpersprache auftraten und energisch nachsetzten.
Marcel Schaare nutzte wenig später die Freiheiten, die der SVR auf seiner linken Deckungsseite bot. Nun war es auch egal, dass Schiedsrichter Alpaslan Mutlu (Wolfenbüttel) eine Volleyballeinlage von Alexander Duda auf der Torlinie ungeahndet ließ. Raik Dähling traf gleich anschließend per sattem Freistoß aus 18 Metern zur Vorentscheidung.
Auch nach der Pause sprach die ohne Abwehrchef Michael Duda unsortierte Deckung der Gastgeber weitere Einladungen aus, die Voß und Schaare mit ihren zweien treffern nutzten. In der Folge ließ es der VfL locker angehen, was sich in diversen Unkonzentriertheiten niederschlug. Aber selbst das Ehrentor war den Gastgebern trotz einiger guter Gelegenheiten nicht vergönnt. "Das Spiel in die Spitze war gar nicht schlecht, aber defensiv hat bei uns nichts gestimmt", bilanzierte SVR-Trainer Kenneth Schuller. "Oker war uns auch körperlich total überlegen."
SV Rammelsberg – VfL Oker 0:5 (0:3): Tore: 0:1 (26.) Voß, 0:2 (33.) Schaare, 0:3 (42.) Dähling, 0:4 (48.) Schaare, 0:5 (54.) Voß
SV Rammelsberg: Romainschick – Herbst, A. Duda, Casey, Zimmer (67. Kurs), Goerz, Haas (57. Harring), Fritzsche, Lindemann, Droste (57. Swaryczewski), Rewitz
VfL Oker: Jäger – Altin, T. Bittner, Pflug (72. Niemeyer), Rowold (79. A. Bittner), Harms, Ülzmann, Dähling, Voß, Seese, Schaare (67. Ahrens)
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