01.
Sep
2010
Nachbericht zur Trainerentlassung beim VfL Oker aus der "GZ" vom 01.09.2010 PDF Drucken E-Mail
Fußball - Fußball-News
Geschrieben von: Frank Strauß   

VfL will schnell Nachfolge regeln

Ex-Trainer Adam: "Extrem negative Störungen"

 Der Blick richtet sich nach vorn: Fußball-Landesligist VfL Oker will nach der Trennung von Trainer Thomas Adam schnell einen Nachfolger präsentieren. „Wir sind dabei“, sagt Abteilungsleiter Andreas Gellhaus. Gellhaus ist in diesen Tagen ein viel beschäftigter Mann: Er muss die Abteilung am Laufen halten, ist maßgeblich in die Suche nach einem Adam-Nachfolger eingebunden und hat vorerst auch das Training übernommen. „Als Schichtdienstler ist das auf Dauer aber nicht zu leisten“, sagt Gellhaus, der daher schon aus Eigeninteresse bestrebt ist, möglichst schnell einen neuen Mann für die Bank zu finden.

 „Interessante Aufgabe“

Die Suche allerdings ist schwierig, der Markt vor Ort gähnend leer. „Ich habe schon vorgeschlagen, eine öffentliche Ausschreibung zu machen“, sagt Gellhaus mit einem Augenzwinkern. Wahrscheinlich ist, dass der Abteilungsleiter selbst heute im Pokalduell beim SV Rammelsberg und am Sonntag im Heimspiel gegen Dostluk Spor Osterode auf der Bank sitzen wird. Er wird wie schon bei seinem erfolgreichen Intermezzo vor zwei Jahren an die Grundtugenden appellieren. „Das Fußballspielen muss nicht neu erfunden werden. Wir wollen auf den Platz und gewinnen.“

Dass dies mit Adam nicht gelang, erklärt sich Gellhaus im Nachhinein damit, dass Trainer und Mannschaft nicht auf einer Wellenlänge schwammen. „Seine Arbeit war okay und solide, auch mit dem Vorstand gab es keine Probleme.“ Ein Gespräch mit dem Mannschaftsrat in der vergangenen Woche aber habe ergeben, dass es von „Anfang an kleine Reibereien“ zwischen beiden Seiten gegeben habe.

Ohne Argumente

Kapitän Timo Bittner wollte diese Äußerungen nicht kommentieren. „Wir wollen uns jetzt auf das Sportliche konzentrieren und keinen Rosenkrieg.“ Adam selbst gab sich enttäuscht über die Entwicklung und sprach von „extrem negativen Strömungen in der Mannschaft“ gegen seine Person. Letztlich habe er angesichts des ausbleibenden sportlichen Erfolgs aber „keine Argumente gehabt. Und dann greifen eben die Mechanismen.“

Dabei habe er auf seiner neuen Station viel vorgehabt. "Der Rahnmen war auch so in Ordnung." In der Folge hätten sich das Personelle und das Umfeld aber nicht so entwickelt wie erhofft. Für den 46-Jährigen war es das erste vorzeitig beendete Engagement als Trainer. "Das war eine Erfahrung, die mir noch fehlte. Ich werde daraus meine Lehren ziehen."

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. September 2010 um 16:09 Uhr
 
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