VfL-Tippspiel

Berichte über das Freibad

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GZ-Bericht vom 25.05.2023

Freibaderöffnung ohne Wasser im Becken
Kaputte Leitung in Oker: Heute kommt die Eurawasser zur Rohrbefahrung – Verein will Schaden selbst beheben
Von Petra Hartmann
Oker. Trockenschwimmen zur Freibaderöffnung: Buchstäblich auf dem Trockenen sitzt der VfL Oker, wenn er am Sonntag, 28. Mai, zum Anschwimmen im Okeraner Freibad einlädt: Ein Leck in einer Leitung sorgt dafür, dass das Bad Wasser verliert. Der Schaden befindet sich im Bereich des Nichtschwimmerbeckens.

„Wir eröffnen wie geplant – mit Kuchentafel und liegen auf der Liegewiese“, kündigt Vereinssprecher Jens Kloppenburg an. Die Turnabteilung des VfL Oker wird ab 11 Uhr Kuchen anbieten und vom Kiosk-Team gibt es Gegrilltes. Eröffnet wird das Fest um 9 Uhr.

Der Schaden befindet sich im Bereich des Nichtschwimmerbeckens. Da beide Becken miteinander verbunden sind, würde auch das tiefe Becken leerlaufen, wenn es gefüllt würde, sagt Kloppenburg. Inzwischen liegen beide Becken trocken. Wenn der Verein nachfüllen würde, „dann würden wir täglich fünf bis sieben Zentimeter verlieren“, so der Vereinssprecher, der den Wasserverlust bei gefüllten Becken auf täglich fünf Kubikmeter Wasser schätzt. Was genau kaputt gegangen ist, und wo der Schaden sitzt, muss die Freibad-Mannschaft erst noch erkunden. „Uns sind eine oder mehrere Leitungen durchgebrochen“, soviel steht laut Kloppenburg schon fest. Heute soll es eine Rohrbefahrung mit dem Versorger Eurawasser geben. „Wenn wir Glück haben, können wir es selbst reparieren. Wir versuchen immer, alles selbst zu machen, wenn wir können“, betont der Vereinssprecher. Eine Kostenschätzung für die Reparaturen oder einen Zeitplan kann er bisher noch nicht geben. So viel steht fest: Das Neu-Befüllen, wenn alles wieder dicht ist, dauert eine Woche.

Wie dem auch sei: Der Verein will am Sonntag trotzdem die Eröffnung feiern. Okeraner und Freunde sind herzlich eingeladen – und können dann auch die Neuigkeiten und Wasserstandsmeldungen aus erster Hand erhalten, wirbt Kloppenburg.

Der Verein führt das Freibad seit nunmehr 22 Jahren in Eigenregie. „Dies konnte uns nur deshalb so erfolgreich gelingen, weil viele Bürgerinnen und Bürger den Weg konstruktiv mitgingen und mitgehen. Dieser Zuspruch treibt die Sparte Freibad des VfL Oker beständig an“, schrieb Spartenleiter Rolf Palitza in seiner Einladung zu dem Fest. „Wir wollen aber niemals übersehen, dass das finanzielle Rückgrat für das Bad erst durch die nennenswerte und nicht nachlassende Spendenbereitschaft von Unterstützern so stark geblieben ist.“

Freibad eröffnet, Anschwimmen folgt
Leck im Nichtschwimmerbecken noch nicht geflickt

Von Petra Hartmann

Oker. Eine Freibaderöffnung ohne „Anschwimmen“ feierte der VfL Oker: Das Nichtschwimmerbecken hat ein Leck in einer Leitung, vielleicht auch mehrere. Und da das tiefe Becken durch einen Überlauf mit dem flachen verbunden ist, sind beide zurzeit lahmgelegt. Trotzdem: Die Okeraner wollten sich die Zusammenkunft nicht nehmen lassen, viele kamen trotzdem, um das perfekte Badewetter auf dem Trockenen zu genießen.

Vor allem wollten die Besucher wissen, ob und wie eine Reparatur möglich ist. Allerdings: Spartenleiter Rolf Palitza kann vorerst noch nicht sagen, wie schwer der Schaden ist. Eigentlich hatte Vereinssprecher Jens Kloppenburg angekündigt, die Eurawasser GmbH würde dem Verein hier mit einer Rohrbefahrung helfen. Aber: Da Eurawasser nur ein Ent- und kein Versorger sei, habe sie nicht die Berechtigung Leitungen im Trinkwasserbereich zu kontrollieren, musste der Verein erfahren.

„Sieht positiv aus“

Nun hat der VfL einen privaten Anbieter für die Untersuchung engagiert. Wenn alles gut läuft, könnte das Unternehmen am heutigen Dienstag die Leitungen überprüfen, sagte Palitza. „Es sieht alles positiv aus bis jetzt. Ich bin seit gestern guter Dinge“, so seine Einschätzung am Sonntagmorgen.

Das Planschbecken für die jüngsten Schwimmer ist schon gefüllt. Allerdings darf auch hier noch niemand baden. Erst müsse noch die Wasserqualität überprüft und das Becken freigegeben werden. Die Temperatur ist für die jüngsten Schwimmer auch noch zu tief: Sie liegt bei 14,4 Grad Celsius.

Ins große Becken lässt der Verein inzwischen ebenfalls schon Wasser einlaufen, allerdings nur bis kurz unterhalb des Überlaufs. Sinn und Zweck der Aktion ist es, den Beckenboden vor der Sonne zu schützen. Wenn alles gut läuft, könnten beide Becken in zwei Wochen zum Schwimmen freigegeben werden, hofft Palitza. Das Aufheizen des Wassers auf freundliche Badetemperaturen sollte keine Probleme bereiten: Immerhin verfüge der Verein im Gegensatz zu den städtischen Freibäder schon seit einigen Jahren über eine moderne Solaranlage.

Ansonsten hat der Verein bereits viel getan: Büsche und Bäume sind gestutzt, das Gelände wurde gepflegt, und die Duschanlage der Damen hat einen neuen Anstrich. Im Innenbereich gibt es allerdings noch einige Malerarbeiten zu erledigen.

Die Okeraner starteten mit einem gemütlichen Frühstück in die Freibadzeit. Später gab es Gegrilltes und eine gut bestückte Kuchentafel. Für die Kinder hatte der Verein eine Hüpfburg aufgestellt, und bunte Seifenblasen schwebten über das Gelände. Wer wollte, konnte auf der Liegewiese die Sonne genießen. Ein Hinweis: Die Liegewiese und der Kiosk können in dieser Woche trotz des Schadens am Becken genutzt werden. „In dieser Zeit wird natürlich kein Eintritt erhoben“, heißt es auf der VfL-Homepage.

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